Seinen Namen habe ich gehört

Seinen Namen habe ich im August 2016 von meiner spirituell engagierten Nachbarin gehört, als ich bei ihr war, um ein Regal wegzurücken. Sie war gerade dabei auszuziehen. Mir fiel auf, dass da auf dem Regal eine kleine Tüte mit einem Pulver drin lag. Es roch so toll nach Blumen und die Energie war so schön, also fragte ich sie, was das sei. Sie sagte: „Och, das ist Vibhuti, sozusagen heilige Asche, kannst du gern‘ haben, habe so einiges davon.“ Ich fragte sie dann: „Ja, aber Vibhuti – von wem denn?“ Da sagte sie: „Sri Swami Vishwananda. Du musst mal zum Darshan gehen.“

Als ich später nach Hause ging, vergaß ich diesen Namen sofort wieder. Damals befasste und umgab ich mich mit Menschen, die Einiges mit Energiearbeit anfangen konnten, nur leider nicht immer auf eine positive Art, sodass mein Dasein im Oktober 2016 einen Tiefpunkt erreichte, an dem ich merkte, dass ich gegenüber Menschen generell sehr negativ eingestellt war. Da bekam ich Angst und sagte zu mir selbst: „So bin ich doch nicht, das kann nicht sein, ich will Dir doch dienen Gott, bitte, so bin ich nicht!“

Als ich das dachte, fiel mir wie ein Blitzschlag Gurujis Name wieder ein: Paramahamsa Vishwananda. Ich bekam Herzrasen und musste sofort im Internet nach Ihm suchen. Als ich Ihn auf der Bhakti Marga Webseite sah, dachte ich nur, „Das kann Er nicht sein, Er ist viel zu schön und jung!“ Also schrieb ich meine ehemalige Nachbarin an, ob sie im August wirklich diesen Namen genannt hatte. Sie bestätigte es. Mein Herz raste noch mehr. Ich wollte zu Seinem Darshan, doch bis auf einen Termin am 20.01.2017 war aber alles ausgebucht. Sofort registrierte ich mich, freute mich, und dann erst bemerkte ich, dass der Darshan in Bratislava stattfinden sollte! Plötzlich bekam ich Angst, ich würde Ihn niemals sehen, wenn ich da nicht hinfuhr. Also buchte ich Tickets und ein Hotel und staunte dabei, wie günstig alles war!

Äußerlich führte ich mein Leben fort wie zuvor, jedoch ohne weiterhin so menschenfeindlich gestimmt zu sein, denn innerlich fieberte ich nur dem Darshan entgegen. Nach einem Meister suchte ich irgendwie schon seit Jahren, und nach der einzig wahren Liebe seit meiner Kindheit, als ich eine Erscheinung hatte, in der ich diese spüren durfte.

Endlich kam der Darshan-Tag. Völlig aufgeregt, voller Angst, Ihn vielleicht doch nicht sehen zu können, stand ich in der Schlange mit ca. 1000 anderen Menschen. Endlich kam ich in den Saal des Hotels und setzte mich irgendwo hinten in die Menge, da vorne bereits alles voll war. In der Menge habe ich mich sehr klein und allein gefühlt. Dann fingen die Menschen an zu singen, und es war genau nach meinem Geschmack, also klatschte ich mit. Dann kam Er rein, so perfekt, so wunderschön, wie ich noch nie Jemanden gesehen hatte! Diese Energie, diese Liebe, dieses Wiedererkennen der Liebe, die ich damals als Kind fühlen durfte und nach der ich suchte! Die Tränen liefen und liefen, und sie liefen noch viel mehr, als Er anfing zu singen…

Dann begann der Darshan und die Schlange war ewig lang. Menschen drängelten sich vor, waren unruhig, teilweise unfreundlich. Ich verzwei- felte daran, ging nach zwei Stunden aus dem Saal und wollte nach Hause. Mein Freund und mein damals bester Freund wollten mir zureden, dass ich bleiben solle, ich habe jedoch zugemacht. Da kam eine sanfte Stimme von Innen und fragte: „wieso bist du hier?“ Unter erneutem Tränenfluss antwortete ich innerlich: „um Dich zu sehen.“

Dann kehrte ich in die Schlange zurück, und nach weiteren drei Stunden war es endlich soweit. Er legte Seine Hand auf meinen Kopf, lächelte unglaublich liebevoll, sah in mich hinein, während ich mich in Seinen wunderschönen Augen verlor… Mein Herz explodierte in der schieren Exzellenz seines Daseins zu einer Lichtkugel voller Liebe. Alles war so hell, so schön! Seine zarte, sanfte Hand küssen zu dürfen, war unbeschreiblich. In der folgenden Nacht hörte der Tränenfluss fast nicht mehr auf.

Es dauerte noch etwas, bis ich merkte, wie schnell Veränderungen geschehen, weil alles zunächst ganz langsam begann. Dann kam der Moment, als Er mich, in Seiner Gnade, im Herzen wissen ließ, wer Er ist. Danach wollte ich nirgendwo anders hin.

Er gab mir diese einzig wahre Liebe, den Meister, den ich gesucht hatte: Sich Selbst. Und wenn alles fällt und verschwindet, Er bleibt. Zu Seinen Füßen gehöre ich, Seine Hände halte ich und will sie nie mehr loslassen.

Archana Dasi

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