Ein Wunder eben

Wie ich zu Guruji kam. Oder kam Guruji zu mir? Seit mehreren Jahren versuchen mein Partner und ich vergeblich, eine Familie zu gründen. Ein Besuch beim Urologen bestätigt unsere größte Angst: Wir können kein Kind bekommen! Durch „Zufall“ lerne ich eine Schülerin Gurujis kennen. Schnell entwickelt sich eine Freundschaft und wir verabreden uns, gemeinsam zum Darshan in Genf zu gehen. Aufgeregt und durcheinander von den vielen Eindrücken im Ashram komme ich zu Guruji. Dieser Augenblick, in dem ich bei Ihm sein darf, verändert mein Leben von Grund auf. Ich bringe Ihm meinen Herzenswunsch dar.

Das Wunder

Dann, nach vier Wochen, halte ich einen positiven Schwangerschaftstest in der Hand. Ein Wunder! Nach dem ersten Ultraschall der Schock: Ich habe eine Unverträglichkeit gegen das Blut meines Partners. Das Kind wird wahrscheinlich behindert, oder gar nicht zur Welt kommen. Wir sind verzweifelt. Soll unser großes Glück schon vorbei sein?! Ich kämpfe, bange, mache mich schier verrückt!

Als es am schlimmsten ist, fühle ich mich plötzlich Guruji so nah und kann endlich vertrauen. Ich finde meinen Frieden und das Vertrauen, dass alles gut wird. Unser Wunschkind kommt gesund und termingerecht zur Welt. Noch ein Wunder!

Eine schwere Krankheit und ein Mantra

Unser Kind in den Armen halten zu dürfen, ist mein größtes Glück und der Beweis für Gurujis Werk. Doch ich erhole mich nicht mehr von der anstrengenden Geburt. Im Gegenteil: Ich werde immer erschöpfter. Nach zwei Monaten bekomme ich nur noch schlecht Luft. Ich kann die Wohnung nicht mehr verlassen. Wenn ich mein Kind in der Wohnung auf dem Arm trage, bekomme ich Herzrasen. Ich muss es im Sitzen wickeln, ich habe keine Kraft mehr. Auf dem Kalender ist der Tag markiert, an dem ich wieder zu arbeiten beginnen soll. In dem Zustand unmöglich. Ein Besuch im Spital bringt die Diagnose: Durch die Schwangerschaft wurde eine chronische autoimmune Erkrankung aktiviert. Dadurch wurden mein Herz und die Lunge geschädigt. Es ist selten, dass Frauen mit dieser Krankheit Kinder bekommen.

Ein Wunder eben.

Durch die späte Schwangerschaft konnte ich mein Leben länger beschwerdefrei genießen, doch jetzt, als wir endlich unser Kind haben, kann ich ihm nicht die Mutter sein, die ich sein will. Im Gegenteil. Ich kann mich zeitweise nicht einmal selbst versorgen. Ich weiß auch nicht, wie viel Kraft mir bleibt, zu kämpfen.

In dieser schweren Situation besucht mich meine Freundin wieder. Sie fängt an, für mich und mit mir zu beten. Sie zeigt mir mit ihrer Hingabe, wie einfach es ist, in Liebe mit dem Leben und Guruji zu sein. Das ist meine Rettung. Ich bin am Leben.

Heute ist meine Tochter acht Jahre alt. Meine Familie und ich haben gelernt, mit der Krankheit umzugehen. Durch meine Situation war es mir möglich, mein Kind ununterbrochen in seiner Entwicklung zu begleiten und zu erleben, was unter normalen Umständen nicht möglich gewesen wäre. Dafür bin ich sehr dankbar. Durch das tägliche Mantra, das mich meine Freundin gelehrt hat, fühle ich mich jeden Tag mehr mit dem Göttlichen verbunden. Es hat mich durch eine sehr schmerzhafte Zeit begleitet.

Einer für Alle

Als ich bei einem Wochenendaufenthalt im Ashram war, durfte ich Guruji in seinem Umfeld erleben. Sein Wirken, Seine Liebe, Seinen Segen erfahren.

All die Menschen, die das Ziel anstreben, die beste Version von sich selbst zu sein. Das zu leben, was Guruji sie lehrt. Mit Liebe und gegebenenfalls auch mit Strenge. Aber immer mit einem Lächeln in den Augen.

Meine Geschichte ist eine von vielen.

Ich bin Eine von Vielen.

Aber Guruji ist Einer für Alle.

Gabi Baumer

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