Meine kleine Geschichte

Es war Jänner 2014, als ich Guruji in diesem Leben zum ersten Mal begegnete. Kurz zuvor hatte ich den Beitrag einer Innsbruckerin gelesen, die über Darshans von Swami Vishwananda in München und Innsbruck berichtete. Als wäre es erst gestern gewesen, sehe ich mich in der Küche sitzen, wie mir beim Lesen des Artikels Tränen über die Wangen laufen. Ich war von den Worten, die ich da las, so tief in meinem Inneren berührt. Dieses Sehnen, Swami Vishwanandas Darshan zu erhalten, IHN mit eigenen Augen zu sehen, IHN zu erfühlen, SEINE Aura wahrzunehmen, dieses Sehnen hielt an.

Die Reise von Graz nach München war schnell organisiert, und in meiner Vorfreude hatte ich gleich noch meinen Mann Werner, meine erstgeborene Tochter Petra und sieben Freunde und Bekannte inspiriert, Swami Vishwananda auch kennen zu lernen. Alle von uns erlebten seinen Darshan unterschiedlich, bei mir hinterließ das Erlebnis jedoch einen bleibenden Eindruck.

Von meinen Indienreisen her kenne ich die bunten Gewänder, die Bhajans, die hinduistischen Rituale und Zeremonien gut. Was ich an diesem Abend in München erleben durfte, war jedoch absolut neu für mich. Meine Augen nahmen zwar viel Vertrautes wahr, meine Ohren lauschten vertrauten Melodien, aber irgendetwas war an diesem Tag, an diesem Ort, vollkommen anders. Mein Innerstes wurde auf eine, mir bis dahin noch unbekannte und neue Art und Weise der Intensität, berührt.

SEELISCHE RÜHRUNG VOLLER TRÄNEN

Da sehr viele Menschen beim Darshan waren und mich beim Anblick Swami Vishwanandas immer wieder eine starke Welle tränenreicher Emotionen überrollte, hegte ich einen guten Plan, so dachte ich jedenfalls. Insgeheim dachte ich mir: Wenn ich sehr lange warte, viele Menschen vor mir dran lasse, dann werde ich mich bestimmt irgendwann ganz ausgeweint haben. „Lass alles an seelischer Rührung herausfließen“, sagte ich mir. Normalerweise funktioniert das gut. Ich wollte unbedingt gefasst vor Swami Vishwananda stehen. Wenn ich IHM schon so nahe sein und IHM in SEINE Augen schauen konnte, dann wollte ich IHN mit all meinen Sinnen wahrnehmen! Meine Absicht war nicht, zu prüfen, welche Fähigkeiten in Ihm stecken, sondern ich wollte mir SEINER gewahr sein, im Augenblick des Darshans ganz im Hier und Jetzt sein.

Wie ihr euch denken könnt, ging mein Plan nicht nur schief, es verhielt sich sogar ziemlich außergewöhnlich mit mir. Sicher waren viele Stunden wunderschöner Eindrücke vergangen, ehe ich mich in die Schlange reihte, um mich Swami Vishwananda langsam zu nähern. Doch je näher ich ihm kam, desto mehr wurde ich von Tränen überflutet. „Aha“, dachte ich, „Diesmal ist etwas anders.“

Ich merkte, wie ich immer mehr die Kontrolle über mein Verhalten verlor. Je näher ich kam, desto stärker begann mein Körper zu zittern, mein ganzer Körper vibrierte. Hätte mich in dieser Verfassung jemand nach meinem Namen gefragt, ich hätte ihn nicht nennen können. Vollkommen aufgelöst, durcheinander, auch verwirrt, was mit mir da eigentlich gerade geschah, näherte ich mich Ihm. So etwas hatte ich noch nie erlebt. Mein außergewöhnlicher Zustand machte mir zwar keine Sorgen, wirklich angenehm und selig fühlte ich mich aber auch (noch) nicht, weil ich mein Sein, meine Hilflosigkeit, die ich in diesem Zustand erlebte, nicht einordnen konnte. Swami Vishwananda übte auf mich eine Kraft aus, die mich vollkommen überwältigte. Ich ergab mich und ließ es geschehen.

Erst nach dem Darshan kehrt Ruhe in mir ein. Es kehrte ein seliges Gefühl ein, Dankbarkeit für das Erlebte, Dankbarkeit für die Tatsache, dass ich den Artikel über die Darshans gefunden hatte, Dankbarkeit für das Glück, dass ich das alles erleben durfte.

SEHNSUCHT NACH DIESEM WIEDERSEHEN

In dem Moment, in dem ich in Swami Vishwanandas Augen schaute, kam ich nach Hause. Endlich. Mir wurde klar, dass die Heftigkeit meines Weinens Ausdruck meines langen Sehnens nach diesem Wiedersehen war. Bestimmt hat Swami Vishwananda auch gleich ein bisschen Ordnung in meinem System gemacht.

Da am übernächsten Tag ein weiterer Darshan in Innsbruck stattfinden sollte, machte ich mich mit einer Freundin spontan auf den Weg dorthin. Swami Vishwananda war in mein Leben gekommen, spät, aber nicht zu spät. Heute wirke ich im Sinne seiner Mission mit, so gut es mir durch seine Führung und Gnade gelingt.

Solange ich in diesem Leben bewusst denken kann, war ich auf der Suche nach der Wahrheit, nach Tiefe, nach Spiritualität. Viele Reisen und Begegnungen haben mein Leben reich an wichtigen Erfahrungen gemacht. Und allesamt waren es Vorbereitungen auf die Begegnung mit Guruji. So blicke ich zurück voll Frieden, Liebe und Dankbarkeit, schaue nach vorne voll Frieden, Liebe und Dankbarkeit und gehe meinen Weg mit IHM. Guruji, meinem Satguru.

Mada Nashini Dasi

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