Ankunft ohne Zweifel

An einem grauen Sonntag Ende November 2017 suchte ich nach Etwas, das meine Stimmung anhebt. Am besten hilft mir dabei Musik, die mein Herz berührt. So googelte ich mich durch die Suchmaschine und wurde fündig bei „Nitai Gaura Mantra at the Ashram“, einem Kirtan, der in Shree Peetha Nilaya aufgenommen worden war.

Ich war total begeistert, hörte den Bhajan unzählige Male an und fühlte mich nach kurzer Zeit wesentlich besser. Dann dachte ich: Schade, dass es solche Ashrams nur in Indien gibt, dieser Ashram hat mich irgendwie ganz besonders angesprochen. Später suchte ich weiter nach derartiger Musik, und mit der Zeit erkannte ich, dass sich der Ashram in Deutschland befand und etwas viel Größeres dahintersteckte.

Wonach ich immer gesucht habe

In den folgenden Tagen beschäftigte mich diese neu entdeckte Adresse sehr, und wann immer es mir möglich war, forschte ich weiter nach und informierte mich über Bhakti Marga, Paramahamsa Vishwananda und Mahavatar Babaji. Tief in meinem Inneren fühlte ich schon damals, dass hier so ziemlich alles genau dem entsprach, wonach ich immer gesucht hatte. Von allem, was ich über Bhakti Marga und Paramahamsa Vishwanandas Mission fand, fühlte ich mich angesprochen und inspiriert. So war es für mich selbstverständlich, dass ich mich zum nächsten Darshan anmeldete, der in derselben Woche stattfand.

Am Darshan-Tag waren viele Menschen in den Ashram gekommen. Ich nahm an einem Rundgang teil, den ich sehr interessant und informativ fand. Auch die Offenheit und Ehrlichkeit, mit der Swami Aniruddha vortrug, beeindruckten mich sehr. Nach dem Rundgang begab ich mich in die Darshan-Halle. Zuerst wurden einige Bhajans gesungen, und die Vorfreude in den Gesichtern der Anwesenden brachte schon zum Ausdruck, dass bald eine außergewöhnliche Persönlichkeit den Raum betreten würde.

In Seine Augen schauen

Dann war es so weit, Paramahamsa Vishwananda kam und alle verneigten sich vor Ihm. Er nahm seinen Platz ein und nach einer Weile schaute Er in die Menschenmenge. Als Er Seinen Blick in meine Richtung bewegte, konnte ich Ihn zunächst gar nicht anschauen. Ich fühlte mich zurückversetzt in eine Situation aus der Teenagerzeit, als mir etwas Ähnliches passiert war. Es schien mir, als ob Paramahamsa Vishwananda das bemerkte, denn Er schaute großzügig an mir vorbei. Ich schämte mich. Was für ein schreckliches Verhalten, wie sollte ich Darshan von Ihm empfangen, wenn ich Ihn nicht einmal aus der Ferne anschauen konnte?

Sofort beschloss ich, dass ich das ändern wollte und nahm allen Mut zusammen, Ihn ganz normal anzuschauen. Das war schon mal ein erster Eindruck, wie Er einem dabei hilft, sich selbst kennenzulernen. Bevor Paramahamsa Vishwananda mit den Segnungen begann, sang Er selbst sehr eindrucksvoll einen Bhajan vor, und wer konnte, sang mit. Dann reihten sich die ersten Teilnehmer in zwei Reihen vor Ihm auf.

Ein Gefühl von Geborgenheit

Die ganze Zeremonie versetzte mich in einen tiefen friedlichen Ruhezustand und hatte für mich etwas Heiliges, insbesondere, als einige Frauen ein Stotram sangen. Nachdem ich dann schon halb dahin geschmolzen war, reihte ich mich ebenfalls in die Warteschlange ein. Das Erstaunliche an all dem war, dass ich – obwohl ich bis dahin mit Niemandem darüber gesprochen hatte und erst ein paar Tage zuvor auf Bhakti Marga aufmerksam geworden war – nicht einmal den Hauch eines Zweifels hatte. Ich war mir absolut sicher, dass ich hier richtig war.

Als ich dann vorne in der Warteposition direkt vor Paramahamsa Vishwananda stand, hatte ich den Eindruck, dass von Ihm eine ganz besondere Energie ausging, mit Worten kaum zu beschreiben. Während des Darshans empfand ich einen tiefen inneren Frieden und ein Gefühl von Geborgenheit und Schutz. Ich fühlte, dass ich mir nun, da ich bei Ihm gewesen war und Er mich gesehen hatte, keine Sorgen mehr machen musste.

Diese Begegnung war sehr nachhaltig und wegweisend für mein weiteres Leben. Heute kann ich mir ein Leben ohne Paramahamsa Vishwananda gar nicht mehr vorstellen.

Aharada

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