Guruji Mile To Mera

Meine spirituelle Reise begann schon als Teenager, als ich unter der Bettdecke „Siddhartha“ von Hermann Hesse las. Später führte sie mich zu Sai Baba nach Indien. Ich verschlang alle seine Bücher und auch die seiner Anhänger – mit Sai Baba beschäftigte ich mich über 20 Jahre. Auch in Europa war ich auf der Suche nach einem Meister.

Meine erste Begegnung mit Paramahamsa Sri Swami Vishwananda war Anfang 2005, als ich im hohen Norden Deutschlands an einem zweiwöchigen Meditations-Retreat teilnahm. Dort bekam ich meine spirituellen Lehrer mitgeteilt: Paramahamsa Yogananda und Mahavatar Babaji. Ich erinnere mich, dass ich verwirrt und traurig war, dass es nicht Sai Baba war. Plötzlich legte mir eine Frau ein großes Bild vor: Ich sah einen jungen Mann in roter Robe vor blauem Himmel, mit langen schwarzen Haaren, eindrucksvollen warmen Augen und einem umwerfenden Lächeln mit perlweißen Zähnen. „Wow“, dachte ich, „welch schöner Mann!“ Man sagte mir Seinen Namen, aber ich vergaß ihn. Ich nahm das Bild mit nach Hause und verlegte es. Es kam lange nicht zum Vorschein.

10 Jahre später

Eines Tages schwenkte meine Tochter Surekha einen Flyer mit der Ankündigung des Darshan eines Meisters am 11. Januar 2014 im Logenhaus unserer Stadt vor meinen Augen. Nun erinnerte ich mich an das Gesicht, das ich auf diesem Flyer sah, es war das Gesicht dieses wunderschönen Mannes, das mir ins Gedächtnis eingebrannt geblieben war. Ich las seinen Namen: Premavatar Sri Swami Vishwananda. Plötzlich fiel mir Sein Bild von damals wieder in die Hände, ich drehte es um. Die Rückseite zeigte das Datum 11/2004, also vor 10 Jahren zeigte Er sich mir bereits. Ich hatte das Zeichen nicht verstanden und nicht nach Ihm gesucht. Nun war klar, dass wir uns anmeldeten. Es sollte mein zweiter Geburtstag werden.

Am 11.01.2014 um 11 Uhr (so viele Einser!) war Beginn. Der Saal war vollgepackt mit Besuchern aus den unterschiedlichsten Ländern. Die Musik war ansteckend und wir klatschten eifrig mit. Wir blieben etwa fünf Stunden und genossen den Darshan des Meisters, aber auf dem Nachhauseweg sagten wir uns: Es war nicht wie bei Sai Baba. Wir hatten Broschüren und Kärtchen Seiner japanischen Swamini mitgenommen, die dort eine Ansprache hielt und auch in Berlin lebte. Sie wolle einen Tempel einweihen und gebe Atma Kriya Yoga-Kurse, sagte sie.

Meine Tochter und ich beschlossen gleich, solch einen Kurs zu belegen. Es folgte binnen kürzester Zeit eine Einweihung in Atma Kriya Yoga, und schon bald darauf waren wir zusammen im Ashram in Springen, um das erste Schweige-Retreat zu besuchen. Da entbrannte mein Herz für IHN mit einem Schlag, und Er wurde mein Guruji… Er kochte sogar für unsere Schweige-Gruppe ein Gericht von Seiner Heimatinsel Mauritius.

Mein Satguru

Während eines Satsangs mit Guruji kamen starke Schuldgefühle in mir hoch. Zwischen Tränen und Lachen rannte ich aus dem Saal und ersuchte einen Swami (es war Swami Keshava) um Erklärung dafür, weshalb im Herzen zwei Meister sitzen können. Ich wurde schnell aufgeklärt: „Du kannst 60 Gurus im Leben haben, aber du hast nur einen Satguru.“

Die Bestätigung, dass Er mein Satguru ist, gab ER mir persönlich. Wie klar plötzlich alles war! Wie unendlich dankbar und glücklich ich bin, endlich angekommen zu sein! Ein Satguru nimmt dich an die Hand und führt dich zu Gott. Welch eine Gnade, Ihn zu kennen und Ihn lieben zu dürfen! Ich bin erst bei Seinem zweiten Ruf erwacht. Nun folge ich diesem Weg seit über fünf Jahren und bin eingeweihte Devotee und Sadhana-Lehrerin. Ich möchte dazu ermutigen, stets Bilder und Kärtchen von Ihm weiterzugeben und über Ihn zu sprechen. Die Menschen spüren einen Teil Seines Lichtes durch uns. Wir pflanzen ein kleines Samenkorn, alles Weitere liegt in Gurujis Hand. Er ist der größte Dirigent.

Wenn wir unserem Guru begegnen, ist es die ewige Glückseligkeit (mehr als alles).
Jai Gurudev!

Dhaneshwari

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